Heute machen wir einen Ausflug nach Minca. Minca ist ein kleines Dorf, etwa 45 Minuten von Santa Marta entfernt und liegt in der Sierra Nevada de Santa Marta. Die Sierra Nevada ist eine Bergkette in Kolumbien. Die beiden höchsten Gipfel (Pico Cristóbal Colón und Pico Simón Bolívar) sind fast 6000 Meter hoch. Minca selbst liegt auf etwa 650 Metern Höhe. Bekannt ist Minca für die vielen Kaffeeplantagen und die Wasserfälle. Wir stehen frühzeitig auf und frühstücken im Hostel. Danach werden wir von einem Fahrer abgeholt und fahren nach Minca. Wir haben zwar fast eine Stunde Verspätung, aber wir sehen dies langsam locker. In Minca selbst warten noch mehr Personen auf die Führung. Nachdem uns der heutige Ablauf erklärt wird und wir mehrmals darauf hingewiesen wurden, aus Sicherheitsgründen keine Pflanzen oder Tiere zur berühren oder zu essen (kam anscheinend bereits vor), startet unsere Führung. Wir laufen ziemlich gemütlich los. Die Pflanzenvielfalt hier ist unglaublich. Auffallend finde ich, dass es hier so viel Bambus hat. Ich wusste eigentlich gar nicht, dass er hier heimisch ist. Der Weg ist teilweise etwas rutschig und matschig. Nach etwa 20 Minuten stehen wir vor einem schmalen Fluss. Unser Guide meint wir sollen die Schuhe ausziehen und den Fluss überqueren. Janosch ist so lieb und trägt mich Huckepack über den Fluss. Danach laufen wir weiter durch den Dschungel und gelangen zum ersten Punkt, der Kaffeeplantage. Diese Plantage ist sehr klein und wird von drei Brüdern betrieben. In Kolumbien wird ausschliesslich Arabica-Kaffe angebaut. Unser Guide erklärt uns den genauen Ablauf der Kaffee-Herstellung. Er zeigt uns einen Kaffeebaum, an welchem momentan noch unreife, grüne Kaffeebohnen sind und erklärt uns den Ernte-Prozess und die Fermentierung. Danach zeigt er uns rohe Kaffeebohnen (geschälte weisse Bohnen) und zum Schluss die gerösteten Kaffeebohnen. Die Kaffeebohnen werden normalerweise nicht hier geröstet, sondern vorher verpackt und exportiert und erst im Empfängerland geröstet. Nach der Führung dürfen wir alle vom Kaffee probieren. Er ist sehr lecker. Auf dem Anwesen entdecken wir einen wunderschönen Tukan und zwei Papageie. Danach geht es nochmals durch einen Fluss und danach weiter zu einem Wasserfall. Dort verweilen wir eine halbe Stunde und haben die Möglichkeit zu Baden. Der nächste Punkt auf dem Programm ist das Mittagessen. Hochmotiviert laufen wir weiter und kommen nach einer knappen Stunde an. Wir sind hier etwas ausserhalb von Minca in einem Bambus-Haus mit einer herrlichen Aussicht über den Dschungel bis nach Santa Marta. Das Mittagessen ist sehr lecker. Nach dem Essen erfahren wir noch etwas mehr zum Guadua-Bambus. Aus diesem Bambus wurde nämlich auch dieses Haus hier gebaut. Weltweit gibt es weit über 100 Bambusarten. Als stärkster Bambus gilt der Guadua Bambus. Er soll mehr Tragkraft als Stahl haben. Anschliessend werden wir über gefährliche Tiere in Kolumbien aufgeklärt. Die beiden „Vorträge“ waren beide sehr interessant. Nun kommen wir zum nächsten und auch letzten Punkt. Wir lernen die Geschichte von Kakao in Kolumbien kennen. Wir erfahren ebenfalls wie Kakao verarbeitet wird. Danach wird vor uns eine frische Kakao-Frucht aufgeschnitten. Wir dürfen dann das weisse Fruchtfleisch probieren, was sehr süss schmeckt. Danach wird uns mit bereits getrockneten und gerösteten Kakaobohnen demonstriert, wie Kakaopulver gemahlen wird. Das Kakaopulver dürfen wir ebenfalls probieren. Es schmeckt noch nicht wirklich nach der uns bekannten Schokolade und ist sehr bitter. Wir erhalten alle die Möglichkeit, das Kakaopulver zusammen mit Zucker und weiteren Zutaten zu probieren. Es wird von Hand zu einer kleinen Kugel geknetet und schmeckt schon viel mehr nach Schokolade. Zuletzt werden wir aufgeklärt, dass Kakao viele positive Eigenschaften hat. Leider sind im industriell verarbeitetem Kakao nicht mehr viele gesunde Inhaltsstoffe vorhanden (was mich aber nicht von Schokolade fernhalten wird). Insgesamt fand ich den heutigen Ausflug sehr toll. Wir werden von unserem Fahrer wieder zurück zum Hostel gefahren und gehen auf der Dachterrasse des Hostels etwas trinken. Am nächsten Morgen frühstücken wir nochmals im Hostel und checken aus. Danach spielen Janosch und ich ein paar Runden Ping Pong bis wir mit einem Taxi zum Busterminal in Santa Marta fahren. Nach einer knappen Stunde Verspätung fährt unser Bus nach Cartagena endlich los. Die Busfahrt selbst geht, samt zwei kurzen Stopps, etwa fünf Stunden. Gegen 18:00 Uhr kommen wie am Busterminal in Cartagena an. Das Terminal befindet sich etwas ausserhalb der Stadt. Mit etwas Glück schaffen wir es ein Taxi zu bekommen und fahren zu unserem Hostel. Bis wir angekommen sind und ins Hostel eingecheckt haben, ist es schon nach 20:00 Uhr. Wie haben beide Hunger und sind etwas geschaffen von der langen Busfahrt. Nachdem wir in einem Restaurant in der Nähe des Hostels gegessen haben, gehen wir schlafen.











Bone; din Blog isch mega spannend gschriebe und ich froi mich immer uf dä nächschti Itrag 🙂 Take care
Mami
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Danke vielmal 😂 Kuss😘
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