Heute Morgen packen wir zuerst unsere Rucksäcke und checken danach aus. Dann gehen wir gemütlich frühstücken und kurz nach 10:00 Uhr fahren wir mit dem Boot zurück nach La Pavona. Dort steigen wir in unser Auto und fahren los in Richtung La Fortuna. Die Fahrt dauert etwa 3.5 Stunden und ist ziemlich unspektakulär. Unterwegs schüttet es einige Male wie aus Eimern. Wir kommen aber heil in unserem Hostel in La Fortuna an. Am Abend gehen wir in einer lokalen Marisqueria Abendessen. Am nächsten Morgen werden wir um 8:00 Uhr für unsere heutige Tour abgeholt. Zuerst fahren wir zum bekannten Wasserfall, welcher gleich wie die Ortschaft heisst. Dort ziehen wir uns rasch unsere Badesachen an und steigen dann die knapp 500 Stufen hinunter zum Wasserfall. Das Wasser des „La Fortuna Waterfall“ stürzt knapp 70 Meter hinunter in ein Becken und fliesst dann von hier weiter. Wir werden auf die Kraft des Wassers hingewiesen, da einige Personen sich hier beim Baden bereits verletzt haben. Etwas weiter unten am Fluss hat es ein ruhiges, türkisfarbenes Wasserbecken mit silbernen Fischen, welches für mich etwas einladender zum Baden aussieht. Als ich dann etwa hüfthoch im Wasser stehe, entscheide ich wieder aus dem Wasser zu gehen. Es ist bitterkalt. Kurze Zeit später entscheiden wir uns die Stufen wieder hinaufzugehen. Oben angekommen, gehen wir uns kurz duschen und umziehen. Als wir gerade zum Bus zurück laufen möchten, entdeckt unser Guide einen Tukan in den Bäumen. Es gibt 6 verschiedene Arten des Tukans, einen solchen haben wir bis jetzt noch nie gesehen. Danach fahren wir weiter in Richtung Vulkan Arenal. Der Vulkan ist aktiv, weshalb das Besteigen verboten ist. Seit der letzten Eruption 2010 fliesst jedoch kein Lava mehr. Ab und zu tritt noch Rauch aus dem Krater. Als unser Fahrer uns am Fuss des Vulkans absetzt, machen wir uns an die zweistündige Wanderung. Nach etwa 10 Minuten entdecken wir einen Tamandua (kleiner Ameisenbär) auf dem Baum. Ein Glück wie es scheint, unser Guide ist begeistert. Anscheinend sieht man die nur selten. Dank dem Fernrohr, welches unser Guide dabei hat, können wir den Tamandua genauer betrachten und ein paar gute Fotos schiessen. Danach laufen wir weiter den Vulkan hinauf. Aufgrund der Feuchtigkeit, ist die Wanderung ziemlich schweisstreibend. Beim Laufen lernen wir unsere Gruppe noch etwas besser kennen. Oben angekommen haben wir eine schöne Sicht auf den Vulkan Arenal sowie auf den See Arenal (Stausee). Wir stehen inmitten von Lavagesteinen. Am Vulkan erkennt man, wo vor ein paar Jahren die Lava herunterfloss. Nach einer zehnminütigen Pause machen wir uns auf den Rückweg. Unten angekommen, halten wir bei einem kleinen See an. Nebenan hat es ein paar Tische, wo wir nun zusammen Mittagessen. Nach dem Essen schenkt uns unser Guide ein Gläschen „Guaro“ ein. Dies ist ein etwa sechzigprozentiger Zuckerrohrschnaps, welcher in Costa Rica als Nationalgetränk gilt. Umgangsprachlich wird es „Aguardiente“ genannt. Da dieser Schnaps hausgemacht ist, weiss niemand genau wieviel Alkoholgehalt dieser nun hat. Im Anschluss geht es zum letzten Punkt des heutigen Ausflugs – zu den heissen Quellen. Rund um den Vulkan Arenal findet man dutzende solcher Warmwasserquellen. An einer dieser Quellen haben wir etwa eine Stunde Zeit uns im Wasser etwas zu Entspannen. Danach werden wir zurück zu unserem Hostel gefahren. Am Abend treffen wir uns mit Patrick, Jonas und Antonio, welche wir heute bei der Tour kennengelernt haben. Nach dem Nachtessen gehen wir noch in eine Bar in der Nähe. Da wie morgen ein paar Stunden Autofahrt vor uns haben, verlassen wir die Gruppe später und gehen ins Bett.





