Wir sind froh, dass wir für die lange Busfahrt die etwas teureren Plätze gebucht haben. Die Sitze sind komfortabler – wir können sie sogar zu „Betten“ verstellen. Die Fahrt ist leider ziemlich holprig, weshalb ich während der ganzen Busfahrt vielleicht zwei Stunden schlafen kann. Die restliche Zeit verbringe ich mit Musik hören und Filme schauen. Nach unserer Ankunft in Arequipa, fahren wir direkt zu unserem Hotel. Unser Hotel befindet sich im historischen Stadtzentrum. Im Hotel angekommen, ruhen wir uns eine Stunde aus und laufen danach in Richtung Plaza de Armas (Hauptplatz), bevor wir uns für den Rest des Tages ins Hotel zurückziehen. Arequipa wird oft „weisse Stadt“ genannt. Die meisten Gebäude in der Innenstadt sind nämlich aus weissem Vulkangestein gebaut. Auch die Kathedrale beim Plaza de Armaz, leuchtet in weiss. Zudem wird Arequipa von den drei Vulkanen Chachani, Misti und Picchu Picchu umgeben, weshalb ein unglaublich schönes Panorama entsteht. Der mittlere Vulkan Misti gilt als Wahrzeichen der Stadt und ist sogar auf dem Wappen zu finden. Chachani, der Höchste von allen, ist knapp über 6‘000 Meter hoch. Auf dem Picchu Picchu wurden drei Mumien von Opfergaben gefunden. Arequipa selbst liegt auf etwa 2‘300 Metern. Das kommt uns für die nächsten Destinationen in Peru zugute, da diese meist auf über 3‘000 Metern Höhe liegen und wir uns so etwas an die Höhe gewöhnen können. Am zweiten Tag begnügen wir uns damit, tagsüber etwas durch die Gassen zu schlendern, die Stadt zu erkunden und das angenehme Klima zu geniessen. Am Tag darauf, besichtigen wir das Kloster Santa Catalina. Die Tour wird von einer netten peruanischen Frau geführt, welche perfekt Deutsch spricht. Sie führt uns durch die riesige Anlage und erzählt uns mehr zur Vergangenheit dieses Klosters. Das Kloster hat eine Fläche von mehr als 20’000 Quadratkilometern und bildet eine kleine Stadt in der Stadt. Es befindet sich mitten im Zentrum von Arequipa und wurde im 16. Jahrhundert gebaut. Das Kloster akzeptierte nur Mädchen und Frauen aus den wohlhabendsten Familien Spaniens, welche hohe dem Kloster hohe Mitgiften geben konnten. Die Einheimischen konnten hier als Bedienstete der Nonnen Arbeit finden. Da die Nonnen selbst das Kloster nicht verlassen durften, kauften die Bediensteten für sie ein und verkauften die handgemachten Sachen der Nonnen in der Stadt. Zeitweise lebten bis zu 150 Nonnen im Kloster. Im Jahr 1970 erschütterte ein schweres Erdbeben Arequipa. Auch das Kloster hatte dadurch Schaden genommen. Nach den Renovierungen wurde es für die Öffentlichkeit erst möglich, das Kloster zu betreten. Heute leben noch ca. 25 Nonnen im Kloster. Ich bin ziemlich überrascht, als wir die Anlage betreten. Der Innenhof ist richtig farbenfroh. Ich hätte mir ein Kloster nicht so vorgestellt. Die Fassaden sind bunt gestrichen, da der weisse Vulkanstein einst zu stark reflektierte. Am nächsten Tag nehmen wir an einer Führung der Kathedrale teil. Die Kathedrale ist sehr imposant und steht direkt neben dem Plaza de Armas. Nach der Führung spazieren wir etwas durch die Gassen. Wir entscheiden uns spontan den Markt hier anzusehen, wo wir einige uns unbekannte Früchte kaufen. Diese verspeisen wir anschliessend im Hotel. Da wir morgen einen intensiven Tag haben werden, gehen wir heute früh ins Bett.













