Diesen Morgen gehen wir langsam an. Janosch geht es unterdessen etwas besser, wir wollen es aber nicht übertreiben. Am Mittag laufen wir zum Plaza de Armas. Rund um den Platz stehen verschiedene Gebäude aus der Kolonialzeit sowie Kirchen und eine Kathedrale. Auf dem Platz findet man eine Statue des 9. und wohl einflussreichsten Inka-Herrschers „Pachacutec“. Das Zentrum Cuscos wurde nach seinen Plänen, in Form eines Pumas gebaut. Cusco gilt in der Inka-Kultur als Nabel der Welt und ist ein heiliger Ort. Nach dem Mittagessen spazieren wir etwas durch die Gassen von Cusco. Am Abend gehen wir zurück zum Hostel und bestellen uns etwas zu Essen. Die engen Gassen rund um unser Hostel laden uns nicht wirklich ein hier nachts herum zu schlendern. Wir gehen heute früh schlafen, da morgen um 4:30 Uhr unsere Tour zum Machu Picchu beginnt. Am nächsten Morgen werden wir von unserem Fahrer abgeholt und fahren zum Bahnhof in Ollantaytambo. Dort steigen wir in den Zug nach Aguas Calientes. Nach knapp zwei Stunden kommen wir in Aguas Calientes an und treffen uns mit unserem Guide Mauro. Wie sich herausstellt sind wir heute alleine mit Mauro unterwegs. Während Mauro sich um die Eintrittskarten für Machu Picchu kümmert, gehen Janosch und ich etwas essen. Danach geht es mit einem Bus ca. 400 Meter hoch bis nach Machu Picchu, welches sich auf ca. 2’430 Höhenmeter befindet. Wir haben ein riesiges Glück. Das Wetter heute ist perfekt. Blauer Himmel mit ein paar wenigen Wolken und wenigen Besuchern im Vergleich zu anderen Tagen. Selbst unser Guide Mauro ist überrascht von der geringen Besucheranzahl. Die Ruinenstadt „Machu Picchu“ wurde im 15. Jahrhundert von den Inka erbaut. Man kann sie in zwei Sektoren aufteilen, welche durch eine Mauer getrennt sind: den landwirtschaftlich genutzten Sektor und den urbanen Sektor mit Wohngebäuden, Tempeln, Brunnen, Denkmälern und Plätzen. Im landwirtschaftlichen Sektor sind Terrassen zum Anbau von Nahrungsmitteln und ein paar Wohnhäuser für die Bauern zu finden. Der Bau dieser Stadt dauerte geschätzt 80 bis 90 Jahre. Gebaut wurden die Gebäude aus Felsen, welche man hier oben findet. Die Steine wurden dann von den Inka zu perfekt aufeinanderpassenden Bausteinen verarbeitet. Nach unserer zweistündigen Führung mit Mauro fahren wir mit dem Bus wieder nach Aguas Calientes hinunter. Viele Hintergründe über Machu Picchu sind noch nicht erforscht und trotzdem ist das heute Bekannte sehr interessant. Nicht umsonst gehört es zu den 7 neuen Weltwundern. Für mich gehört dieser Besuch sicher zu den Highlights unserer Reise. Wir entscheiden uns, mit Mauro etwas Essen zu gehen. Später bringt uns Mauro zum Bahnhof und wir fahren mit dem Zug wieder zurück nach Ollantaytambo. Dort werden wir vom Fahrer bereits erwartet und fahren zurück nach Cusco. Nach unserer Ankunft im Hostel essen wir etwas zu Abend und gehen schlafen. Ein unglaublicher Tag für uns beide. Am nächsten Tag, leider unser letzter Tag in Cusco, entscheiden wir uns spontan noch den Sonnentempel „Coricancha“ in Cusco anzuschauen. Dies ist ein sehr religiöser Ort der Inka und wurde früher für Opfergaben genutzt. Ebenfalls wurde jährlich am 24. Juni das Fest „Inti Raymi“ zu Ehren der Sonne gefeiert. Dieses feiert man auch heute noch. Leider haben die Spanier bei ihrer Invasion einen Grossteil des Tempels zerstört und ein Kloster oberhalb des Tempel erbaut. Die Grundmauern des Tempels wurden zum Glück erhalten. Am nächsten Tag fliegen wir zurück nach Lima. Dort angekommen, checken wir ins Hostel ein und bestellen uns etwas zu Essen.








